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An der kanadischen Ostküste bahnt sich eine Umwelt-Katastrophe an: Jedes Jahr gehen die gleichen grausamen Bilder vom größten Massaker an Meeressäugetieren um die Welt, wenn kommerzielle Robbenfänger die Robbenbabys zur Pelzgewinnung abschlachten: Die Jäger ermorden mit Gewehren und Spitzharken die wehrlosen Babies und lassen auf dem Packeis die Reste der gehäuteten Tiere. Aber in diesem Jahr sind die überlebenden Robben mit einer zusätzlichen Gefahr konfrontiert: es gibt in ihren Haupt-Gebärzonen so gut wie kein Eis, sodaß es viele Aborte und Totgeburten geben wird bzw. die Jungen sterben müssen, noch bevor der Jäger überhaupt dort ankommen.
Jedes Jahr reisen weibliche Sattelrobben in einer anstrengenden Wanderung Tausende von Kilometern von Grönland nach Kanada. Ihr Reiseziel ist das Packeis vor der kanadischen Ostküste, auf dem sie im Frühling ihre Welpen gebären, wodurch das jährliche Naturschauspiel des spektakulären „Robben-Kindergartens“ entsteht. Sattelrobben brauchen Packeis, um ihre Welpen gebären und aufziehen zu können. Aber in den vergangenen dreißig Jahren wurde eine stetige Abnahme der Eisdecke im nordwestlichen Atlantik registriert. In diesem Jahr, so stellte die kanadische Umweltbehörde fest, wurde die absolut niedrigste Eisbildung seit Beginn der Messungen registriert. Und heuer ist auch das erste Jahr, wo sich in den Haupt-Geburtsgebieten praktisch gar kein Eis mehr gebildet hat. Die Auswirkungen auf die Sattelrobben-Population werden verheerend sein, denn unzählige Welpen müssen allein deswegen sterben.
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Die kanadische Regierung hat heuer den Jägern erlaubt, alles abzuschlachten, was sie an den wenigen überlebenden Welpen noch finden können. Und das obwohl dieses blutige Gemetzel an den Robbenbabies auf der restlichen Welt bereits mehrheitlich abgelehnt und verurteilt wird. So trat 2010 ein EU-weites Einfuhr- und Handelsverbot für Produkte aus dem jährlichen Robben-Massaker in Kraft. Nur die kanadische Regierung blieb bislang stur und uneinsichtig: So hat sie es abgelehnt, auch die für das kritische Jahr 2010 bewilligte Robbenjagd aufzuheben. Wenn die Jagd auch heuer weitergeht, werden die wenigen Welpen, die diese Umwelt-Katastrophe überleben, Ziel des weltweit größten Abschlachtens von Meeressäugetieren werden. Die Robbenfänger werden wiederum die süßen Robben-Babies zu Tode knüppeln oder erschießen; es wird ein Abschlachten der Überlebenden sein.
Bitte unterschreiben daher auch Sie die Petition an den kanadischen Botschafter in Wien bzw. den kanad. Ministerpräsident Stephen Harper und fordern Sie ihn auf, daß die für 2010 vorgesehene kommerzielle Robbenjagd aufgehoben wird.
Dr. Franz-Joseph Plank, Obmann ANIMAL SPIRIT
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