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1) An den Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich, office@lebensministerium.at
2) An die Zentrale Arbeitsgemeinschaft österreichischer Pferdezüchter, pferdezucht@lk-noe.at

Sehr geehrter Herr Landwirtschaftsminister, geschätzte Damen und Herren der Pferdezuchtverbände,
wie jedes Jahr werden auch heuer wieder einige tausende "Schlachtfohlen", v.a. Haflinger und Noriker, von Österreich oder Süd-Deutschland nach Italien gekarrt, weil sie keinen privaten Abnehmer finden, der sie als Reit-, Wander-, Wagen- oder Wirtschaftspferd einsetzen würde. Noch immer glauben einzelne ZüchterInnen, mit der jährlichen Deckung der Stuten dieser Rassen das große Geld machen zu können; angespornt dazu werden sie u.a. durch Deckprämien der Zuchtverbände, durch die AMA-Förderungen und die unverhohlene Propaganda einzelner Verbands-Funktionäre, mehr Fohlenfleisch zu „produzieren“ bzw. zu essen. Dennoch landen immer noch zwischen 80 und 90 % dieser sinnlos "produzierten" Fohlen nach einem Horrortransport über hunderte Kilometer in italienischen Mastanlagen und anschließend auf den Tellern italienischer "Gourmets". Auktionen wie z.B. die Hengstfohlenversteigerungen in Maishofen zeigen, daß sich praktisch nur noch „Viehhändler“ die Preise untereinander ausmachen und diese daher teilweise schon im Keller sind.


Die direkten Gespräche zwischen Tierschutz-Organisationen und VertreterInnen der Zuchtverbände in den letzten Jahren haben zumindest ansatzweise Verbesserungen der Situation der Tiere auf den Fohlenmärkten gebracht, wie z.B. verstärkte Kontrollen, weniger "illegale" Pferdehändler und bessere Beobachtung des Gesundheitszustands der Tiere. Aber die jährlichen, nicht kleiner werdenden Fohlenzahlen lassen darauf schließen, daß die Züchterei "auf Teufel komm raus", großteils für das „Rösslfleisch“, nach wie vor gegeben ist. Wir fordern Sie daher dringend auf, diesem jährlichen Martyrium ein Ende zu setzen und stellen daher folgende Forderungen:

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UNSERE FORDERUNGEN:

• Keine Pferdezucht für das Schlachthaus!
• Stopp den Langstrecken-Pferdetransporten!
• Verschärfung der Richtlinien für die Zucht der Haflinger und Noriker - im Sinne einer qualitativ hochwertigen, verantwortungsvollen und tierleidfreien Zucht (Verbot von Qualzuchten!) für den Freizeitpferdemarkt (als Reit-, Wagen-, Wander- und Wirtschaftspferd); ggf. Ausschluß einzelner unverantwortlich agierender Züchter!
• Abschaffung der Förderung für die jährliche „Fohlen-Produktion“: Änderung der Förderungspolitik im Sinne der Gesundheit für die Stuten und Fohlen (jährliches Decken abschaffen, Mindestalter für das erste Decken: drei Jahre).
• Artgerechte Haltungsbedingungen, artgerechte und artspezifische Aufzucht und Ausbildung, bedarfsgerechte Pferde- und Fohlenfütterung, tierärztliche Kontrollen (Trächtigkeit, Entwurmung, Hufe, etc.); Verbot der Einzelhaltung. • Während der Versteigerung: Altersbeschränkung (mindestens sechs Monate - teilweise sind zwei bis drei Monate „alte“ Fohlen gemeldet!), konsekutives Absetzen von der Mutter, Gewöhnung an Halfter, Anbinden, Transporter und Transport, sowie an Menschen; Bereitstellung von (Abschwitz-) Decken für jedes Tier, Wasser, Heu, Einstreu und ausreichendem Bewegungsfreiraum.
• Rigorose Einhaltung der Tierschutzbestimmungen (kein Verkauf von kranken, nicht entwurmten oder verletzten Tieren, Versorgung mit Wasser und Futter, etc.); Überwachung durch unabhängige und fachkundige Kontrollorgane bzw. TierschützerInnen!

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