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Kennzeichnung von Fleisch jener Tiere, die ohne Betäubung geschlachtet wurden

Der parlamentarische Umweltausschuß hat einen Abänderungsantrag erlassen, welcher Fleisch von Tieren, die ohne Betäubung geschlachtet worden sind, folgendermaßen kennzeichnen würde: „Fleisch von betäubungsloser Schlachtung“. Ein essentieller Grundsatz des EU-Lebensmittelrechts ist es, daß die Konsumenten in der Lage sein sollten, „informierte und bewußte Entscheidungen über jene Lebensmittel treffen zu können, welche sie konsumieren“ (Artikel 8 der Verordnung (EG) Nr. 178/2002).
Im Fall jener Tiere, die für jüdische bzw. muslimische Konsumenten ohne Betäubung geschlachtet worden sind, kommt es immer wieder vor, daß ein mehr oder weniger großer Anteil der toten Tierkörper nicht von diesen religiösen Gemeinschaften verbraucht wird, sondern in den allgemeinen Fleischverkauf gelangt. Aber ein großer Anteil von FleischkonsumentInnen lehnt eine Schlachtung ohne vorherige Betäubung aus Tierschutzgründen eindeutig ab. Es ist daher überaus wichtig, daß diese KonsumentInnen darüber informiert werden, wenn das Fleisch von betäubungslos geschächteten Tieren stammt, da sie es eben sonst vermeiden würden, derartiges Fleisch zu kaufen.


Wir ersuchen Sie daher dringend, sehr geehrte/r EU-Abgeordnete/r, in der laufenden zweiten Lesung diesen Abänderungsantrag des Umweltausschusses zu unterstützen – im Interesse der KonsumentInnen, aber auch der Millionen von betroffenen Tieren!

Mit besten Dank im Voraus und freundlichen Grüßen,

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Einige Mitgliedstaaten sind der Meinung, daß dies ein Thema für den Tierschutz wäre. Als allerdings die Verordnung 1099/2009 (Tierschutz bei der Schlachtung) diskutiert wurde, wurde den beteiligten Tierschutz-Organisationen mitgeteilt, daß die Frage der Kennzeichnung von Fleisch, welches von unbetäubten Tieren stammt, eine Angelegenheit der Konsumentenschutz-Abteilung sei. Aus unserer Sicht ist eine Änderung der Gesetzgebung über die Betäubung eine Angelegenheit des Tierschutzes, während die derzeit in Diskussion stehende Abänderung über die Kennzeichnung von Fleisch eigentlich im Rahmen der vorgeschlagenen Verordnung über Lebensmittel-Information zu behandeln wäre. Darüber hinaus ist unseres Wissens in naher Zukunft keinerlei Tierschutz-Dossier geplant, worin diese Bestimmung aufgenommen werden könnte.
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